EDV-Labor Bauingenieurwesen

Christian Schranz: Dankansprachen

Dankansprache - Promotion 23.06.2005

Dipl.-Ing. Christian Schranz, M.Sc.
Institut für Mechanik der Werkstoffe und Strukturen, TU Wien

Sehr geehrte Magnifizen, geschätzte Spectabilitäten!
Werte Professoren und Vertreter des Senats!
Liebe Festgäste!

Es ist mir eine besondere Freude, heute als Vertreter dieser illustren Runde an Neo-Doctores vor Ihnen zu stehen und ein paar Worte (des Dankes) an Sie zu richten.

Wie Sie sehen, schließe ich mich dem Thema "Freude" der Vizerektors sowie des Festredners an.  Der Vizerektor, Prof. Rammerstorfer, hat Ihnen schon geschildert, dass wir Ingenieure eine Freude am Erfinden haben.  Ich muss Ihnen aber auch gestehen, dass wir nicht nur eine Freude am Erfinden, sondern auch eine Freude an Formeln, Zahlen und Statistiken haben.
Bei der Durchsicht der Geburtsjahrgänge der Absolventen stachen mir - als Freund des runden Leders und als Linzer - daher sofort zwei Daten ins Auge.  Der älteste Absolvent wurde in jenem Jahr geboren, als der LASK als erster nicht Wiener Verein österreichischer Fußballmeister wurde.  Der Durchschnitt der Geburtsjahrgänge wiederum liegt in jenem Jahr, in dem VÖEST Linz nochmals den Meisterteller in meine Heimatstadt holte. 

In jener Saison begann - quasi - auch meine Laufbahn.  Nur war damals noch nicht abzusehen, dass sie mich - wie auch meine Kolleginnen und Kollegen - hier her führen wird.  Die älteren unter uns kennen - neben der Sendung 21 [Hinweis: Sendung in den 70ern, wurde vom Festredner genannt] -  noch die zuvor genannten Vereine.  Und wenn Sie nun sehen, wo diese und im Gegensatz dazu wir - Ihre Kinder - heute stehen, kann man nur denken: " Jesas, wie die Zeit vergeht." 

Statt mich nun weiter mit der Vergänglichkeit von Erfolgen und dem Älterwerden Ihrer Kinder zu beschäftigen, möchte ich mich der erfreulichen Aufgabe der Danksagung zuwenden.  Leistungen werden nämlich nicht in einem Vakuum gottgleicher Selbstgenügsamkeit erbracht, sondern eingebettet in ein soziales Umfeld.  Daher ist es nur würdig und recht, mehreren Personengruppen aufrichtigen Dank zu bekunden:
Unser ganz besonderer Dank gilt natürlich unseren Eltern.  Für sie war es nicht immer leicht, die eigenen Vorstellungen und Pläne zugunsten der Zukunft Ihrer Tochter/Ihres Sohnes zurückzustellen.  Sie wollten uns immer den richtigen Weg weisen. Nun: Heute hat er uns hierher geführt.  Das Ergebnis sitzt/steht vor Ihnen.
Ich danke auch jenen Lehrern, die - egal in welcher Stufe unserer Ausbildung - nicht nur Wissensvermittler, sondern auch Mentoren waren und sind.  Nur so konnten wir uns von Lernenden zu Kollegen entwickeln.
Ein herzlicher Dank gebührt auch unseren Freunden: oft genug mussten sie zurückstecken und viel Geduld zeigen, wenn wir wieder einmal bis zum Hals in unseren Studien steckten.  Viel zu oft wurde bei Verabredungen die akademische Viertelstunde ungebührlich verlängert (meist war sie mehr akademisch denn eine Viertelstunde).  Trotzdem konnten wir immer auf ihre Unterstützung bauen, wenn der Frust Überhand nahm.

Ich will auch nicht verabsäumen, der Republik Österreich zu danken.  Wir konnten in Frieden und Freiheit unseren Studien nachgehen - ein Privileg, das nicht überall selbstverständlich ist.  In Zeiten des Sparens werden aber auch in unserem Land immer kleiner werdende Forschungsbudgets nach direkten Verwertungsmöglichkeiten vergeben.  Der Mehrwert eines Studiums ist jedoch nicht immer monetär bewertbar.  Auch ein reiner Wissensgewinn kann zur Lösung der Probleme der menschlichen Gesellschaft beitragen.  Daher ein kleiner Hinweis (vor allem auch an unsere Regierenden): Auch, wenn es die Werbung immer suggeriert, Geiz ist - nicht nur, aber besonders in der Wissenschaft - nicht geil, sondern meist kontraproduktiv!

Ein weiteres Dankeschön gilt all jenen, die sich in Bezug auf die Organisation und Durchführung der heutigen Promotionsfeier verdient gemacht haben.
Um der Gefahr zu entgehen, einen Dank zu wenig ausgesprochen zu haben, möchte ich mich noch bei all jenen bedanken, die wissen oder meinen, einen Beitrag zu unserer Arbeiten geleistet zu haben.  Ganz besonders freue ich mich jedoch, und das meine ich auch für alle Neo-Doctores sagen zu dürfen, dass Sie - unsere Familienangehörigen und Freunde  - diese universitäre Zeremonie als Gäste bereichern.  Ich bedanke mich (abschließend) bei allen, die einen - teils sehr weiten - Weg auf sich nahmen, um dies zu einer würdigen Feier werden zu lassen.

Ihnen und mir wünsche ich noch einen schönen weiteren Festtag!

Dankansprache - Sponsion 18.11.1999

Dipl.-Ing. Christian Schranz
Institut für Festigkeitslehre
(nun: Institut für Mechanik der Werkstoffe und Strukturen), TU Wien

Dipl.-Ing. Mag. Uta Heinecke
Institut für Hydraulik, Gewässerkunde und Wasserwirtschaft, TU Wien    

Liebe Festgäste, geschätzte Professoren!
Liebe Familienangehörige, Freunde und Kollegen!  

Wir wollen heute stellvertretend für alle anwesenden (frischgebackenen) Bauingenieure Danke sagen. Danke an die Eltern, Weggefährten und Freunde, an die Professoren und Assistenten.
Der größte Dank gebührt unseren Familien, die uns während unseres Studiums in jeder Weise Rückhalt und Unterstützung boten. Der heutige Tag ist auch - und vielleicht vor allem - Ihnen gewidmet.
Gedankt sei auch unseren Freundinnen und Freunden für die gemeinsamen Lerntage und -nächte, aber auch für die Tage und Nächte an denen sie uns vom Lernen abhielten. Wie man sieht, haben wir unser Studium trotzdem - oder gerade deshalb? - erfolgreich beendet.
Besonders danken wir auch unseren Professoren und Assistenten. Sie haben uns nicht nur Fachwissen sondern auch Begeisterung für das jeweilige Fachgebiet vermittelt. Durch ihren Einsatz ist es - auch in Zeiten beschränkter Geldmittel - möglich, ein umfangreiches Angebot an Lehrveranstaltungen aufrecht zu erhalten, wodurch eine individuelle Studiengestaltung erst ermöglicht wird. Die zeitintensive und persönliche Betreuung sollte auch nicht als selbstverständlich angesehen werden. Ein spezieller Dank insbesondere den anwesenden Professoren für ihr Kommen zu unserer Sponsion. Dadurch wird dieser Feier der akademische Rahmen verliehen.
Wir wollen aber auch die oft unsichtbaren Helfer nicht vergessen: Wir konnten studieren ohne zu frieren, die Bibliotheken standen uns offen, die Hochschülerschaft vertrat unsere Interessen und stellte Prüfungsunterlagen und Skripten bereit, die Damen vom Dekanat hatten immer ein offenes Ohr für uns.
Der Republik Österreich danken wir dafür, dass sie uns das Studium in dieser Form ermöglichte. Dabei sei der frei Studienzugang und das liberale Studiensystem besonders hervorgehoben. Dadurch ist - aufbauend auf eine umfangreiche Grundausbildung - eine individuelle Gestaltung des Studiums möglich.
Mit etwas Wehmut blicken wir auf unser Studium - in Zahlen ausgedrückt - zurück:
Wir alle haben heute ein Studium abgeschlossen.
Wir haben 12 Semester studiert - manche auch länger.
Wir haben unzählige Male die Geduld unserer 30 Professoren und 69 Assistenten beansprucht.
Wir haben ca. 100 Prüfungen absolviert - manche natürlich auch mehr -
und 210 Semesterwochenstunden dabei abgelegt.
Wir haben über 1000mal dieses ehrenwerte Gebäude betreten,
und über 3200 Stunden verbrachten wir in Hörsälen.

Hoffen wir, dass wir in Zukunft wieder so verständnisvolle Begleiter finden werden, wie während unseres Studiums. Für diese Begleitung danken wir allen nochmals von ganzem Herzen.
Abschließend möchten wir uns noch bei den Verantwortlichen für diese schöne Feier bedanken.
Dank auch an die Musik, und bei Ihnen allen möchten wir uns für Ihr Kommen bedanken.

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